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Los geht's

Dora - ein Orang-Utan kehrt heim

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Eine Netzdokumentation
von Inga Sieg und Axel Warnstedt

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Einen ganzen Tag und eine ganze Nacht dauert die Reise. Auf dem  Wagen ist eine ganz besondere Fracht: Ein Orang-Utan-Kind. Es kommt aus der Quarantäne-Station im Nordwesten Sumatras. In Bukit Tigapuluh soll Dora eine neue Heimat finden.


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Bukit Tigapuluh bedeutet „30 Hügel“.
Der Nationalpark ist einer der größten verbliebenen Regenwälder Sumatras.
Neuerdings gibt es hier wieder Orang-Utans.

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Dora ist fünf Jahre alt, ein Waisenkind.
Ihre Mutter wurde vermutlich von Wilderern getötet. Ihre ersten Lebensjahre wurde Dora –illegal– als Haustier gehalten. Dann wurde sie gerettet und kam in Quarantäne. Jetzt soll aus Dora ein frei lebender Orang-Utan werden.

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Doch vorher muss Dora in die Schule gehen.
Die Dschungelschule liegt in einer Lichtung am Rande des Nationalparks. Hier lernen die Affen-Kinder, was sie zum Überleben im Dschungel brauchen.

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Das Dschungelschul-Team besteht aus Tierpflegern, Tierärzten, Biologen und Naturschützern. Fast alle kommen aus Indonesien. Sie haben eins gemeinsam: ihre Liebe für Orang-Utans.

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Peter Pratje

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Doch bevor der Unterricht losgeht, müssen sich die Tiere im Käfig erstmal an die neue Umgebung gewöhnen. Auch Dora. Das gefällt ihr gar nicht.

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Verhätschelt, verprügelt, sogar vergewaltigt.
In Indonesien und anderen asiatischen Ländern sind tausende Orang-Utans Menschen ausgeliefert.

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Das Klassenzimmer ist der Wald rund um das Camp herum. Normalerweise bleiben Orang-Utan-Kinder acht Jahre lang mit ihrer Mutter zusammen. Sie bringt ihnen alles Wissen bei. In der Orang-Utan-Schule übernehmen Trainer diese Aufgabe.

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Endlich ist es so weit.
Raus aus dem Käfig, rein in den Wald.
Per Huckepack.
Nasse Füße mag Dora gar nicht.

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Julius Paulus Seregar

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Nächste Schulstunde: Nestbau.
Orang-Utans bauen sich jede Nacht ein neues Schlafnest. Das schützt vor Parasiten und Feinden, wie zum Beispiel Schlangen.
Dora allerdings bevorzugt noch das gemachte Nest.

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Es schüttet wie aus Eimern.
Der Unterricht fällt heute aus.

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Gleichzeitig wird in der Station die nächste Affenmahlzeit vorbereitet: Papaya eingewickelt in Bananenblätter. Die Tiere sollen lernen, dass sie etwas tun müssen, um an die Frucht zu kommen.

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Bananen
Mango
Papaya
Zibetfrüchte
Feigen 
Litschipflaumen
Jackfrüchte
Nüsse
Rinde
Blüten und Blätter
Honig
Termiten und andere Insekten

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Das Beste aber: kuscheln und spielen.

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Doras Schulzeit ist nach einem Jahr zu Ende.

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Es ist so weit: Dora ist reif für den Dschungel. Sie selbst scheint es dabei nicht besonders eilig zu haben.
Sie versteht nicht, warum sie noch einmal in eine Transportkiste muss.

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Für die Auswilderung geht es tief in den Wald hinein.
Bis der ideale Platz gefunden ist.

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Jetzt muss Dora erst einmal die anderen
Tiere im Wald kennenlernen.

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Dora ist auf sich allein gestellt.
Ihr neues Leben beginnt.

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Nur einen Katzensprung von Dora entfernt fressen sich die Motorsägen durch den Dschungel.

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Kahlschlag.
Nur ein kleiner Teil des Regenwaldes ist noch übrig. 

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In kaum einem Land der Welt wird der Wald in so rasender Geschwindigkeit abgeholzt wie in Indonesien.
Das Tropenholz ist begehrt.

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Noch gefragter aber ist Palmöl. Es wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen. Indonesien ist der weltweit größte Produzent dieses Rohstoffes.
Wo früher Regenwald war, sind jetzt riesige Monokulturen.

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Etwa jedes zweite Supermarktprodukt enthält dieses Pflanzenöl. Beim Einkaufen entscheidet jeder Kunde mit über das Schicksal bedrohter Arten – und des Regenwaldes.

 

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Zwei Jahre später...

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Immer mehr Orang-Utans finden in diesen Hügeln ein neues Zuhause.
Dora hat sich schon länger nicht mehr blicken lassen.

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Alle ausgewilderten Tiere sind mit einem Sender versehen. Das soll helfen, sie wiederzufinden.

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Die Neugier siegt.
Es dauert nicht lange, bis Dora sich zeigt – vermutlich hat sie Peter schon längst gehört.
Inzwischen ist sie acht Jahre alt und deutlich größer.
Dora ist nach wie vor sehr zutraulich.

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Andhani Widya Hartani

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Peter und Andhani haben die ausgewilderten Tiere stets im Auge. Erfolgreich ist das Projekt dann, wenn sich die Orang-Utans in freier Wildbahn vermehren.

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Rimbani lebt schon seit Jahren frei im Wald. Jetzt kommt sie regelmäßig in die Nähe der Station und zeigt ihren Sohn Radja.

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Andhani macht sich Sorgen. Dora wirkt schlapp, hat an Gewicht verloren. Auch das Klettern fällt ihr schwer.

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Nach wenigen Tagen hat Dora die Nadelstiche offenbar vergessen. Und auch sonst ist sie wieder fit und munter.

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Nicht bei allen Tieren verläuft die Auswilderung so rund wie bei Dora.

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Alda ist 23 Jahre alt, trächtig und weiß nicht so recht wohin. Das Leben in freier Wildbahn ist offenbar nicht ihr Ding.
Den ganzen Tag hängt sie im Baum und wartet darauf, dass sie gefüttert wird.

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Auch Win Gayo ist ein tragischer Fall. Er hat bereits viele Jahre frei im Wald gelebt. Dann fing er an, Dorfbewohner am Rande des Nationalparks anzugreifen. Das 20-jährige Männchen musste eingefangen werden. Seither lebt Win Gayo im Käfig nahe der Station.

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Orang-Utan bedeutet Waldmensch.
Die Affen in Bukit Tigapuluh kommen von überall her. Weil sie alle eine ganz spezielle Vergangenheit haben, sind sie auch in ihrer Entwicklung  sehr unterschiedlich.

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Seit fast 20 Jahren kämpft Peter Pratje mit seinem Team für die Rettung von Orang-Utans.170 Tiere wurden seither in Bukit Tigapuluh ausgewildert.
Etwa doppelt so viele müssen es für eine langfristig überlebensfähige Population werden.

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Orang-Utans gibt es nur auf den Inseln Borneo und Sumatra. Heute leben auf Sumatra noch schätzungsweise 14.000 Tiere.
Vor einem halben Jahrhundert waren es noch etwa viermal so viel.

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Orang-Utans stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Ohne ausreichend Wald haben Dora und ihre Artgenossen keine Chance.

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Eine Netzdokumentation von
Inga Sieg und Axel Warnstedt

Regie:
Inga Sieg

Kamera:
Axel Warnstedt

Fotos:
Daniel Rosengren und Axel Warnstedt

Ton:
Moritz Bleu

Assistent in Indonesien:
Ahmad Bahtiazhar Rodhial Falah

Schnitt:
Klaudia Begic

Illustration:
Nora-Charlotte Tomm

Redaktion:
Global Ideas

Leitung:
Manuela Kasper-Claridge

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Vielen Dank 

Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF)

Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)


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In fünf Jahren ist Dora alt genug, um ein Baby zu bekommen. Dann kommen wir wieder und schauen, wie es ihr geht.

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