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Der Kapokbaum - bedrohter Riese im Amazonas-Regenwald

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Ich bin einer der größten Bäume im Amazonas-Regenwald. Bis zu 50 Meter hoch, mehrere hundert Jahre alt. Für viele habe ich etwas Magisches.

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Rudi van Kanten, Tropenbos International

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Der Wald, in dem ich stehe, ist mehr als 100 Millionen Jahre alt. Er bedeckt zwei Drittel Südamerikas, fünf Millionen Quadratkilometer Land.

Er ist so groß wie Australien und ein riesiger Speicher für das klimaschädliche Kohlendioxid.


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Ich stehe in einem der kleinsten Länder 
Südamerikas: Suriname.

Was an meinem Land so besonders ist? Es ist zu 90 Prozent mit tropischen Bäumen bedeckt, so viel wie kein anderes Land der Erde! Kaum berührt, weitgehend intakt. NOCH.

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Mein Land grenzt im Süden an Brasilien. Zwei Drittel des Regenwalds befinden sich dort.

Doch immer mehr Bäume müssen weichen, Platz machen für Weideflächen, Plantagen, Minen. 

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Von 2014 bis 2016 hat die Abholzung
in Brasilien um fast 40 Prozent
zugenommen.



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Warum das bei uns nicht passieren darf? Warum der Wald so wichtig ist? Das erzähle ich Euch von meiner Krone bis zu meiner Wurzel.

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Rudi van Kanten, Tropenbos International

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In meinem Kronendach leben viele Tiere. Nah am Sonnenlicht und inmitten üppiger Vegetation.

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Unter anderem das Faultier. Es bewegt sich nur langsam und verbringt die meiste Zeit seines Lebens im Baum - manchmal sogar in einem einzigen Baum.

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Monique Pool,
Green Heritage Fund

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Einer der größten Feinde des Faultiers ist die Harpyie. Sie gehört zu den größten und stärksten Raubvögeln der Welt. Neben Faultieren jagt sie auch Affen, Nasenbären und Papageien.

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In meiner Krone fühlt sich auch der Brüllaffe wohl. Hier kann er sich satt essen. Gebrüllt wird täglich morgens und im Kampf mit anderen Brüllaffen.

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Unter meinem Dach wachsen Palmen und andere mittelgroße Bäume. Um meinen Baumstamm ranken sich viele Lianen, die die Tiere zum Klettern nutzen.


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Auf einem einzigen Hektar unter mir können bis zu 200 Baumarten wachsen. 

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Fast die Hälfte aller bekannten Vogelarten leben in meinem Wald. Unter anderem der Weißkinn-Glanzvogel.

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An meinem Fuß ist es fast dunkel. Doch auch dort ist viel Leben.

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Neben meinen Wurzeln tummeln sich eine große Vielfalt an Insekten. Auf einem einzigen Hektar Urwaldboden bis zu 42 000 Arten. 


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Neben mir leben auch Menschen: Indigene Völker und die Nachfahren entflohener Sklaven, die Maroons.  Sie nennen sich die „Hüter des Waldes“. Sie nutzen mein Holz, meine Blätter und Blüten. 





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Harriette Vreedzam, Menschenrechtlerin

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Auch mein Land ist durch Raubbau gefährdet. Die Hauptstadt Paramaribo dehnt sich aus und verdrängt die Natur. Ein paar Kapokbäume sind hier stehen geblieben.

Aber es gibt eine noch größere Bedrohung...





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Rudi van Kanten, Tropenbos International

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Mit Rohstoffen lässt sich in meinem Land schnell und viel Geld verdienen. Verführerisch für einen armen Staat wie Suriname. Doch damit ist mein einzigartiger Regenwald gefährdet.

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Monique Pool, Green Heritage Fund

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Die Politiker meines Landes betonen immer wieder, wie einzigartig der Regenwald ist. Doch bislang haben sie gerade mal 13 Prozent zum Naturschutzgebiet erklärt.


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Wenn die Gier nach schnellem Profit siegt, ist das einzigartige Ökosystem, in dem ich lebe, bedroht. 

Und ich, der HEILIGE Riese, könnte dann zum BEDROHTEN Riesen werden.

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Eine Netzdokumentation von Bettina Thoma

Kamera & Ton:
Carlos Rincón Campo, Mauro Mancipe

Illustration & Fotos:
Nora-Charlotte Tomm, Harvey Lisse

Schnitt:
Klaudia Begic

Redaktion:
Global Ideas

Leitung:
Manuela Kasper-Claridge




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